Ausbildungsverbund Firma Merck KGaA und Paul-Ehrlich-Institut


Junge Menschen in Deutschland haben seit Jahren, selbst bei gutem Schulabschluss, große Probleme einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Für Jugendliche mit Behinderungen ist die Situation erheblich schlechter. In biomedizinischen Assistenzberufen haben sie bisher kaum eine Chance.

Das Paul-Ehrlich-Institut bildet im Verbund mit der Firma Merck Biologielaboranten aus. Das Institut verfügt über eine behindertengerechte Infrastruktur, die auch barrierefreies Arbeiten im Laborbereich ermöglicht. Basierend auf den positiven Erfahrungen bei der Integration behinderter Wissenschaftler durch die Tandempartnerschaften ist geplant, im Rahmen dieses Teilprojekts einige Ausbildungsplätze speziell an Jugendliche mit Behinderungen zu vergeben. Gemeinsam mit nicht-behinderten Azubis werden sie die Ausbildung durchlaufen. Dabei wird erhofft, dass die jungen Menschen neben den eigentlichen Lerninhalten auch ein hohes Maß an Sozialkompetenz erlangen. Die gemeinsame Ausbildung und die gegenseitige Unterstützung stellt eine neue Variante der Tandempartnerschaft dar.

Mit der Bereitstellung von Arbeitsplätzen zur Ausbildung wird ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich in die Entwicklungspartnerschaft einbezogen. Das Teilprojekt soll ihnen Mut machen, für sie schwer vorstellbare Berufe auszuprobieren. Das während der Lehre gesammelte Fachwissen und die Berufserfahrung in einem behindertenfreundlichen Umfeld sollen zur beruflichen Weiterbildung ermutigen.

Das Teilprojekt dient der Unterstützung von in der Ausbildung befindlicher junger Menschen und soll den Zugang zu einer angemessenen Beschäftigung im Arbeitsmarkt ermöglichen. Dieser Ansatz hat Vorbildcharakter für andere Behörden und Unternehmen. Er soll bewusst machen, dass eine Integration von schwerbehinderten Auszubildenden bei entsprechender Gestaltung der Ausbildungsabläufe möglich ist.

 


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